Uebertritt in die KbF - Kleinklassen Zollbrück

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Uebertritt in die KbF

Infos

Übertritt von der Regelklasse in die Klasse zur besonderen Förderung (KbF)

Wir möchten mit diesem Merkblatt allen Beteiligten eine Unterstützung in den schwierigen Phasen der Beobachtungen, der Kontakte mit Eltern / EB / KbF und schliesslich dem Tag der Einweisung in unsere Schule geben. Der Übertritt ist frühestens ab der 4. Klasse, spätestens in der 6. Klasse möglich.

Zollbrück, im  August 2017
Die Lehrerschaft
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Beobachten

Erscheinungsbild des Kindes
Þ Was ist altersgemäss entwickelt, was nicht?
Þ Körperliche Erscheinung: Feinmotorik, Grobmotorik, Links- oder Rechtshändigkeit (Lateralität), Bewegungsabläufe, Koordination, Augenbewegungen.
Emotionalität
Þ Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein
Þ Stimmungen (Angst, Übermut...)
Þ Gemütsausdruck (Freude, Trauer, Zuneigung)
Þ Motivation (Durchhaltewille, Frustrationsgrenze, Frustrationstoleranz)
Þ Verhalten bei Misserfolg
Soziabilität
Þ Verhalten in der Gruppe, Beziehung zu den andern Kindern
Þ Verhalten und Beziehung zur Lehrkraft
Þ Kommunikation (sich mitteilen, zuhören können)
Þ Regeln kennen und einhalten
Sprache, Sprachentwicklung
Þ Wortschatz
Þ Sprech- und Sprachfertigkeit
Þ Sprachverständnis, mündlicher Ausdruck
Denken, Erkennen / Wahrnehmen (Kognition)
Þ Symbolverständnis, Vorstellung
Þ Kombinationsfähigkeit
Þ Übertragung (vernetzen, abstrahieren können)
Þ Problemlösungsstrategien
Þ Merkfähigkeit
Þ Wahrnehmung über das Sehen (visuell)
Þ Wahrnehmung über das Hören (auditiv)
Þ Berührungsempfindungen, Tastsinn (taktile Wahrnehmung)
Þ Bewegungs- und Körperlageempfindungen (kinästhetische Wahrnehmung)
Arbeitsverfahren
Þ Interesse, Vorlieben
Þ Ordnung, Sorgfalt
Þ Selbständigkeit, Eigeninitiative
Þ Ausdauer, Ermüdung
Þ Konzentration, Arbeitshaltung
Þ Zusammenarbeit in der Gruppe
Þ Arbeitsstörungen
Ressourcen
Wo sind die Stärken des Kindes, wo fällt es positiv auf?
Beobachtungsprotokolle
Es ist hilfreich, bei Besprechungen und Abklärungen auf Notizen zählen zu können.

Stufenmodell zur Behandlung von Lernstörungen

Stufe I:  Förderung in der Klasse
Die Lehrperson erkennt durch sorgfältiges Beobachten frühzeitig das Entstehen von Lernstörungen. Sie fängt die Lernschwierigkeiten der Kinder oder Jugendlichen mit individualisierendem Unterricht im Rahmen des Normalprogramms auf.
Die Basisfunktionen (insbesondere der lernauffälligen Kinder) werden gezielt gefördert. Diese Förderung beginnt bereits auf der Kindergartenstufe.
Stufe II:  Mithilfe der Eltern / Erziehungsberechtigten
Kindergärtnerinnen bzw. Kindergärtner und Lehrkräfte leiten Eltern oder aussenstehende Personen (Nachbarn, Verwandte etc.) an, die Kinder im Sinne der Aktivierung von Ressourcen zusätzlich zu fördern.
Stufe III:  Beizug von Lehrkräften für Spezialunterricht
Für fachspezifische Beurteilungen, Beratungen und Kurzinterventionen werden Lehrkräfte für Spezialunterricht beigezogen. Im Vordergrund steht die Beratung der Kindergärtnerinnen, Kindergärtner, Regelklassenlehrkräfte sowie der Eltern.
Stufe IV:  Anmeldung zur Abklärung durch die Fachinstanzen
Falls trotz intensiven Bemühungen auf den Stufen 1 bis 3 die Lernschwierigkeiten des Kindes oder Jugendlichen andauern, erfolgt mit vorgängiger Zustimmung der Eltern eine Anmeldung zur Abklärung und Beurteilung auf einer Fachinstanz (Erziehungsberatung, jugendpsychiatrischer Dienst, schulärztlicher Dienst) oder bei der Zuweisungskonferenz. Der Anmeldung sind ausführliche Berichte über die Beobachtungen, die getroffenen Massnahmen und über die gemachten Erfahrungen auf den vorangehenden Stufen beizulegen.

In der Praxis kann es manchmal notwendig sein, vom 4-Stufen-Konzept abzuweichen. Es gibt z. B. Kinder, bei denen eine Störung von Anfang an so schwer und komplex ist, dass sich rasch eine ungenügende Wirkung von den unter Stufen 1 bis 3 genannten Hilfen zeigt. Solche Kinder sollten bald der Fachinstanz gemeldet werden.

Orientierung der KbF

Orientierung der Lehrerschaft der KbF vor einem allfälligen Entscheid der Eltern oder einem Antrag der EB. Die momentane Situation in der KbF kann eine Rolle im Entscheidungsprozess spielen.

Schnuppertage

Die Eltern mit dem Kind zu einem oder mehreren Schnuppertagen ermuntern. Erwünscht: Absprache mit der KbF - Lehrerschaft.

Entscheidungsfindung

Zur Entscheidungsfindung alle Beteiligten einbeziehen (Kind mit Eltern, Lehrerschaft Regelklasse, EB, Lehrerschaft KbF)

Vorbereitung des Übertrittstages
Þ Wenn möglich: Angewöhnungstage vor dem Übertritt
Þ Wer koordiniert den Ablauf der beschlossenen Einweisung?
Þ Wer gestaltet den Übertrittstag?
Þ Wer begleitet das Kind am ersten Schultag in die KbF?
Þ Wer empfängt das Kind in der KbF?

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